Elektronischer Containerlader Cargo Master CML7 Green Line von Laweco mit Technologie von Linde

Der grüne Frachtbegleiter

Elektronischer Containerlader Cargo Master von Laweco

Neue Maßstäbe beim Frachtumschlag

Jährlich starten und landen mehr als 400.000 Flugzeuge und etwa 350.000 Tonnen Fracht werden bewegt: Der Flughafen München ist ein zentraler Umschlagplatz für Waren und Gepäck. Ein wichtiges Element dieser logistischen Meisterleistung sind Containerlader. Seit 2011 setzt der Flughafenbetreiber hierbei auf ein völlig neues Fahrzeugkonzept. Anstatt eines Containerladers mit Dieselaggregat kommt der Cargo Master CML7 Green Line zum Einsatz.

Das Fahrzeug von Laweco , ein weltweit führender Hersteller von Flughafenvorfeldgeräten, basiert auf dem System-Know-how und einem elektrohydraulischen Antriebskonzept aus der Staplertechnik von Linde Material Handling. Das Ergebnis: hohe Kosteneinsparungen und keine Emissionen.

Der Cargo Master CML7 Green Line im Einsatz

Effizientes Zusammenspiel der Komponenten

Hat ein Flugzeug seine Parkposition erreicht, ent- und beladen Container- und Plattenlader die Fracht. Bei konventionellen Fahrzeugen hebt ein Dieselaggregat die Plattform an und erledigt zahlreiche Antriebs- und Verriegelungsfunktionen. Laweco hat gemeinsam mit Linde eMotion und weiteren Partnern stattdessen zwei 25-Kilowatt-Elektromotoren und mit ihnen verbundene Zahnradpumpen in ein neues, umweltfreundliches und effizientes Fahrzeug integriert.

Die Motor-Pumpe-Kombinationen fördern bis zu 115 Liter pro Minute bei 250 bar. Damit lassen sich problemlos Lasten mit bis zu sieben Tonnen Gewicht heben. Als weitere Antriebskomponenten sind die elektronische Steuerung LINC 1, die zwei Leistungsmodule PM ACS50 und ein DC/DC-Wandler aus der Staplertechnik von Linde im Einsatz.

Der Cargo Master CML7 Green Line von Laweco mit Antriebstechnik von Linde Material Handling

Ingenieursleistung für perfekte Steuerung

Während beim Antrieb des Containerladers erprobte Standardkomponenten aus der Linde-Staplertechnologie zum Einsatz kamen, galt es für die Steuerung einige Ingenieursaufgaben zu meistern. Dies übernahm der von Laweco beauftrage Systemintegrator Eriks gemeinsam mit dem Linde-eMotion-Vertragshändler Jetschke GmbH . Sie entwickelten zusammen einen Vielfachhydraulikblock.

Dieser übernimmt zahlreiche Steuerungsfunktionen: das Fahren und Heben, das Positionieren und Neigen der Beladebrücke, sowie das Befördern und Drehen der Container. Ein großer Vorteil: Die Steuerung sorgt dafür, dass die Drehzahl der Elektromotoren abhängig von der erforderlichen Leistung geregelt wird. Das spart nicht nur Energie, sondern schont auch Motoren und Pumpen.

Energie nach Bedarf

Hätten Sie das gewusst?

Neben den Energiekosten sind auch die Betriebs- und Wartungskosten des Cargo Master CML7 Green Line geringer. In der Summe lassen sich im Vergleich zum Dieselfahrzeug rund 47 Prozent Kosten einsparen.

Das neue Fahrzeugkonzept bietet eine ganz Reihe an Vorteilen. So sorgt die Funktion "Superlangsamfahrt" des Linde-Hydraulikmotors dafür, dass der Bediener den Containerlader äußerst präzise am Flugzeugrumpf positionieren kann. Die freiwerdende Energie beim Absenken der Last wird in die Batterie zurückgespeist. Zudem arbeitet das Gerät besonders geräuscharm und benötigt im Gegensatz zu Dieselmotoren keinen Leerlaufbetrieb – der macht normalerweise sage und schreibe ein Drittel der Motorenlaufzeit aus.

Der Cargo Master CML7 Green Line schaltet hingegen die Motoren bedarfsgerecht hinzu. Das bedeutet: Energie wird nur verbraucht, wenn es die Fahr- oder Arbeitsfunktionen erfordern. Nach einem halben Jahr Feldversuch am Flughafen München wurde das Ausmaß der Ersparnis sichtbar. Rund 7.800 Liter Diesel lassen sich jährlich durch das neue Antriebskonzept einsparen.

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Leiter Linde eMotion

Wolfgang Klüpfel